Fragen und Antworten zum Automatenprojekt

Hier haben wir kurz die wichtigsten und oft gestellten Fragen zum Aitomatenprojekt zusammengefasst. Bei weiteren Fragen zum Automatenprojekt und zur Aufstellung neuer Automaten etc. steht Ihnen Brigitte Bersch (Projektkoordination) in der Landesgeschäftsstelle der Aidshilfe NRW gerne zur Verfügung. Telefonisch erreichen Sie Frau Bersch unter 0221-925996-18, dienstags bis donnerstags in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr. Wenn Sie Kontakt per Mail aufnehmen möchten, klicken Sie bitte hier.

JA! Die Automaten ermöglichen es, Konsumentinnen und Konsumenten ohne "Schwellenängste" sterile Spritzbestecke zu beziehen. Jede Situation des akuten Drogengebrauches, in der kein Needle-Sharing (gemeinsamer Gebrauch eines Spritzbestecks von zwei oder mehreren Usern) stattfindet, ist eine Situation, in der kein HIV- und Hepatitis-Infektionsrisiko besteht.

NEIN! Der Gebrauch von Drogen ist nicht von dem erleichterten Zugang zu sterilen Spritzbestecken abhängig. Auch die konsumierte Menge und die Häufigkeit des akuten Drogengebrauchs wird durch dieses Angebot nicht negativ beeinflusst.

NEIN! Beratungsstellen und Apotheken ermöglichen keinen Zugang rund um die Uhr. Die Apotheke, die jeweils den nächtlichen Bereitschaftsdienst versieht, ist oft nicht zu Fuß oder innerhalb angemessener Zeit erreichbar. Ferner ist der Erwerb in Apotheken und Beratungsstellen nicht anonym möglich. Viele Drogengebraucherinnen und Drogemgebraucher wünschen auch keinen Kontakt mit einer Beratungsstelle der Drogenhilfe. Zu berücksichtigen ist auch, dass Apotheken Spritzen und Kanülen oft nur in "Großmengen" (z.B. ab 100 Stück) abgeben. Eine Entsorgung der gebrauchten Spritzbestecke ist auf diesem Wege auch nur sehr begrenzt möglich.

NEIN! Ausgangspunkt für die Nutzung eines Therapieangebotes ist immer die persönliche Situation, wie z.B. Beschaffungsdruck, ungesichertes soziales Umfeld, gesundheitlicher Zustand usw. und nicht die Möglichkeit, sterile Spritzbestecke zu erwerben.

NEIN! Da die Automaten so hoch montiert werden, dass Kinder den Geldeinwurfschlitz nicht erreichen können. Durch das Angebot der Entsorgung wird das Verletzungsrisiko durch gebrauchte Spritzbestecke sogar verringert.

NEIN! Wenn sich die Polizei an die an den Aufstellorten gemachten Zusagen hält, dass die Spritzenautomaten nicht besonders beobachtet werden. Die Polizei ist nach eigenen Angaben vornehmlich an der Zerschlagung des Heroinhandels und weniger an dem einzelnen User interessiert.