Inside Substitution: Der neue JES-Film zum Thema Substitutionsbehandlung

Inside Substitution: Ein Film vom JES BundesverbandDer Bundesverband von JES [Junkies - Ehemalige - Substituierte] hat einen zehnminütigen Kurzfilm mit dem Titel "Inside Substitution" produziert, in dem vier opioidabhängige, substituierte Menschen ihre persönlichen Beweggründe und Wünsche in Bezug auf diese Behandlungsform schildern. Die Substitutionspatient*innen, die in dem leicht verständlichen wie anregenden Film porträtiert werden, schildern sehr eindrücklich ihre unterschiedlichen Beweggründe und ihre mit der Substitution verbundenen persönlichen Ziele sowie die positiven Veränderungen in ihrem Leben durch die Behandlung.

Das Hauptziel des Films ist es, insbesondere jungen Mediziner*innen, die sich für diesen Arbeitsbereich interessieren, ein realistisches Bild von ihren künftigen Patient*innen zu geben, wie Dirk Schäffer von JES, der auch Referent für Drogen und Strafvollzug bei der Deutschen AIDS-Hilfe [DAH] ist, im hiv.magazin DAH erklärt. Das einseitige Bild von Suchtpatient*innen, das viele haben, solle dadurch aufgebrochen werden.

Die bisherige Resonanz bestätigt, dass für einen solchen Informationsfilm Bedarf besteht und die Macher*innen den richtigen Ton getroffen haben. Seit Veröffentlichung des Videos haben bereits mehrere Universitäten und Hochschulen Interesse bekundet, den Film künftig in der Aus- und Weiterbildung von Mediziner*innen einzusetzen. Zudem wird das Werk bei Aids- und Drogenhilfe-Einrichtungen zum Einsatz kommen. Auch bei Drogengebrauchenden selbst, die das Video zahlreich auf Facebook verbreiten, kommt "Inside Substitution" gut an. Da der Film hilfreiche Informationen aus erster Hand über die Chancen und Möglichkeiten der Substitution bietet, kann er für Opioidäbhängige, die diese Behandlung in Betracht ziehen, eine gute Entscheidungshilfe sein.

Insbesondere die neuen Richtlinien zur Substitution, welche in vielerlei Hinsicht Chancen zur Verbesserung des Arzt-Patienten-Verhältnisses, eine flexiblere Versorgung der Patient*innen und mehr Rechtssicherheit für die Ärzt*innen ermöglichen, bieten einen guten Anlass, durch den Film auf das Thema aufmerksam zu machen. Denn obwohl die Zahl der Substituierten in Deutschland mit rund 80.000 einen Höchststand erreicht hat, sind immer noch nicht einmal die Hälfte der opioidabhängigen Menschen in Deutschland in Substitutionstherapie, und die Zahl der substituierenden Ärzt*innen nimmt seit Jahren stetig ab.

Das Video ist auf Youtube abrufbar und kann auch bei JES direkt angefordert werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von JES sowie in der aktuellen Ausgabe des Drogenkuriers, der Zeitschrift des JES-Bundesverbands.